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Brückeneinsturz: Italien feiert Wachmann als Helden

26 Nov

Brückeneinsturz: Italien feiert Wachmann als Helden

Nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke auf der A6 in der Nähe der italienischen Stadt Savona avancierte der Wachmann Daniele Cassol zum Helden – und schaffte es auf die Titelseiten aller großen italienischen Zeitungen.

Schwere Regenfälle hatten einen Erdrutsch verursacht, wodurch ein gut 30 Meter langes Teilstück eines Viaduktes einstürzte und die Autobahnbrücke mit sich riss. Nur wenige Augenblicke später kam der 56-jährige Cassol mit seinem Auto an den Ort des Unglücks, konnte sein Fahrzeug aber noch rechtzeitig zum Stehen bringen.

„Ich habe mit den Armen geschwenkt, um die Fahrzeuge zu stoppen“

„Vor mir war das Viadukt weg, ich habe dann mit den Armen geschwenkt, um die Fahrzeuge zu stoppen, die hinter mir kamen“, berichtete er dem italienischen Blatt „Corriere della Sera“.

Richtig knapp sei es bei einem Reisebus gewesen, den Daniele Cassol kurz zuvor überholt hatte: „Zum Glück habe ich ihn noch rechtzeitig sehen können. Ich habe die Arme ausgebreitet, habe Zeichen gegeben, dass er anhalten soll, und es ist gut gegangen.“

Als er in den Abgrund geblickt habe, sei ihm sofort die Morandi-Brücke in den Sinn gekommen, betonte Cassol gegenüber der Zeitung „Repubblica“. Beim Einsturz dieser Brücke im 50 Kilometer entfernten Genua waren im August 2018 insgesamt 43 Menschen ums Leben gekommen. „Aber es ist eine Sache, Fernsehen zu gucken und eine andere, dem Tod ins Gesicht zu sehen“, sagte Cassol.

Stehende Ovationen von den Bürgermeistern

Für seinen Einsatz wurde Cassol vom Regionalpräsidenten Liguriens, Giovanni Toti, zu einem Treffen mit Bürgermeistern eingeladen, auf dem der Wachmann dann mit stehenden Ovationen empfangen wurde.