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Coronavirus: So will der Bund die mittelständischen Unternehmen entlasten

16 Mrz

Coronavirus: So will der Bund die mittelständischen Unternehmen entlasten

Dortmund/Berlin Kaum ein Wirtschaftszweig wird von den Folgen der Coronavirus-Epidemie verschont bleiben. Die Auswirkungen schwanken allerdings von Branche zu Branche stark. Während die einen nur marginal betroffen sind, geht es für andere ums blanke Überleben. Entsprechend dem Ernst der Lage kämpft die Bundesregierung an allen Fronten gegen diese Krise an. Besonders im Fokus steht dabei auch die Unterstützung für Unternehmen, denn, so verspricht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier via Twitter: „Kein gesundes Unternehmen soll wegen COVID19 in die Insolvenz gehen, kein Arbeitsplatz verloren gehen.“ Um das sicher zu stellen, spannt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) einen Schutzschild verschiedenster Maßnahmen mit praktisch unbegrenzter Hilfszusage.

  1. Kurzarbeitergeld: Spätestens ab Anfang April wird die Kurzarbeiterregelung gelockert: Dann können Betriebe bereits ab einer Kranken-Quote von 10 Prozent Kurzarbeitergeld beantragen. Neu ist dann außerdem, dass grundsätzlich auch Kurzarbeitergeld für Leiharbeitnehmer beantragt werden kann. Außerdem können Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) vollständig erstattet werden.
  2. Steuern: Um den Unternehmen mehr finanziellen Spielraum zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, fällige Steuerzahlungen zu stunden oder ihre Steuervorauszahlungen zu senken. So können die Finanzämter besonders bei Härtefällen Steuern stunden. Zudem sollen für die Bewertung, wann denn ein Härtefall vorliegt, keine strengen Kriterien zugrunde gelegt werden. Sobald klar ersichtlich ist, dass die Einkünfte des laufenden Jahres geringer sein werden, können die Steuervorauszahlungen für Unternehmen unkompliziert und schnell herabgesetzt werden.
    Zusätzlich will der Staat bis zum 31. Dezember auf Vollstreckungsmaßnahmen wie Kontopfändungen, aber auch Säumniszuschläge verzichten. Allerdings nur, wenn die Schuld unmittelbar auf die Folgen des Corona-Virus‘ zurückzuführen ist.
  3. Kredite: Viele Unternehmen müssen wegen der Coronavirus-Epidemie aktuell zum Teil hohe Umsatzeinbußen hinnehmen. Um das Überleben dieser Unternehmen zu sichern, erleichtert die Bundesregierung die Rahmenbedingungen bei einer Kreditvergabe über die KFW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). So werden die Bedingungen sowohl für den Erhalt eines Unternehmerkredits (Bestandsunternehmen) als auch für Gründerkredite (für junge Unternehmen unter 5 Jahre) gelockert, indem Risikoübernahmen für Betriebsmittelkredite auf bis zu 80 Prozent erhöht werden. Auf diese Art soll den Hausbanken der jeweiligen Unternehmen die Entscheidung leichter gemacht werden, Kredite zu vergeben.

All diese Maßnahmen könnten – so es die Epidemie denn notwendig mache – auch über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden. „Die öffentliche Hand ist auf ein solches Szenario gut vorbereitet: Angesichts der gesamtstaatlichen Überschüsse in den letzten Jahren ist sie in der Lage, die Konjunktur auch über einen längeren Zeitraum zu stützen“ heißt es dazu vom BMWi.

Nähere Informationen zur Kreditvergabe gibt es bei der KfW 

Detaillierte Informationen zum Schutzschild gibt es beim BMWi