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Lars Müller ist neuer BVMS-Präsident

5 Jan

Lars Müller ist neuer BVMS-Präsident

DRESDEN. Die ohnehin mit Spannung erwartete 7. Jahreshauptversammlung des BVMS in Dresden erhielt kurzfristig noch einen weiteren Höhepunkt, als durchsickerte, dass der bisherige Präsident, Klaus Bouillon, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt kandidieren würde. Die Stimmung unter den Mitgliedern reichte von Untergangs- bis Aufbruchsstimmung. Da mit Klaus Bouillon die prägende Figur der vergangenen sechs Jahre die Brücke verließ, fürchteten einige Mitglieder, dass damit auch das Ende des BVMS bevorstehen könnte.

Erster Bürgermeister der Stadt Dresden zu Gast

Allerdings stellte sich – unter den Augen des Ersten Bürgermeisters der Stadt Dresden, Detlef Sittel  – schnell heraus, dass der BVMS inzwischen auf gewachsene Strukturen und auf genügend engagierte Mitglieder zurückgreifen kann. Zwar gab es mit Lars Müller von SDN Nürnberg nur einen Kandidaten für den Vorsitz, für die weiteren vier Posten im Vorstand stellten sich hingegen zahlreiche Bewerber zur Wahl.

Michael Wronker (l.) und Lars Müller dankten Dresdens Erstem Bürgermeister, Detlef Sittel, für seinen Besuch und überreichten ihm ein kleines Geschenk.

So musste der Gang an die digitale Urne entscheiden, wer künftig die Geschicke des Verbandes gemeinsam mit dem neuen Präsidenten leiten würde. Am Ende wurden folgende vier Bewerber zu Vizepräsidenten gewählt. Michael Wronker (Finanzen) von der Firma SecUment e.K., sowie zu einfachen Vorstandsmitgliedern, Martin Braun (BE SAVE Sicherheit & Service), Pascal Böhm (Sicherheitsdienst G&B) und Bernd Michael Schäfer (ATLAS VERSICHERUNGSMAKLER).

Der neue Vorstand des BVMS (v.l.): Martin Braun, Bernd Michael Schäfer, Lars Müller, Michael Wronker und Pascal Böhm

Der neue BVMS-Präsident, Lars Müller, zeigte sich bewegt, ob der überwältigenden Mehrheit, mit der er gewählt worden war: „Das Vertrauen, das mir durch das klare Votum entgegenbracht wurde, hat mich in meiner Entscheidung bestärkt, diesen verantwortungsvollen Posten zu übernehmen. Somit war meine Freude außerordentlich.“ Allerdings gestand der 38-Jährige auch ein, einiges an Nervosität im Vorfeld der JHV durchlebt zu haben: „Nicht nur, dass ich als jüngstes Vorstandsmitglied gemeinsam mit Michael Wronker durch die Veranstaltung führen durfte, sondern auch das Wissen, dass unser geschätzter Präsident Klaus Bouillon  seine Tätigkeit beenden würde, haben vorab für die eine oder andere schlaflose Nacht bei mir gesorgt.“

Klaus Bouillon erwartet keine schnelle Umsetzung des SDLG

Klaus Bouillon trat aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr bei der Wahl zum BVMS-Präsidenten an.

In seiner Antrittsrede unmittelbar nach der Wahl zum Präsidenten bedankte sich Lars Müller nicht nur bei Klaus Bouillon, sondern auch bei den bisherigen Vorständen, Jörg Zitzmann und Hendrik Rutz für ihre Vorstandsarbeit der vergangenen Jahre. Letzterer war nicht mehr angetreten, ersterer wurde nicht wiedergewählt. Vor allem zu Jörg Zitzmann besteht eine besondere Verbindung, wie Müller betonte. „Wir kennen uns schon lange und ohne ihn wäre ich 2014 wahrscheinlich nicht Gründungsmitglied des BVMS geworden.“ Daher habe Müller sich auch besonders darüber gefreut, dass ihm Zitzmann im Vorfeld der JHV Mut für die Wahl zum Präsidenten zugesprochen habe.

Zusammensetzung des Vorstandes ist erfolgsversprechend

Lange hielt die emotionale Stimmung bei Lars Müller allerdings nicht, schließlich ist ihm als zielstrebiger Unternehmer bewusst, dass wenig Raum für Sentimentalitäten bleibt, will man vorankommen. Entsprechend forcierte er anschließend den Fortgang der JHV, denn er brannte förmlich darauf zu wissen, wer künftig in seinem Team spielen würde. Dass er mit dem Ergebnis durchweg zufrieden ist, zeigt seine Einschätzung zur Zusammensetzung des Gremiums: „Ich bin mir sicher, dass wir uns in dieser Konstellation auf einen guten und erfolgreichen Weg mit einem gemeinsamen Ziel machen können: Den BVMS weiter voranbringen.“

Dass die Vorstandskollegen voll auf einer Wellenlänge mit Lars Müller, vor allem aber bis in die Haarspitzen motiviert sind, zeigen ihre Reaktionen im Nachgang der Wahl. Während das bei den Neulingen Pascal Böhm, Martin Braun und Bernd Michael Schäfer, nicht überraschen sollte, darf man sich ob der 180-Grad-Wendung von Michael Wronker  durchaus die Augen reiben. Der hatte im Vorfeld der JHV nämlich angekündigt – vor allem aus gesundheitlichen Gründen –, nicht mehr für das wichtige Amt des Kassierers zur Verfügung zu stehen.

Michael Wronker folgte dem Wunsch zahlreicher Mitglieder und übernahm erneut den Posten des Kassieres.

Allerdings hat ihn die interne Reputation, die er sich in den Jahren zuvor durch seine verlässliche und gute Arbeit erworben hatte, letztlich umgestimmt, wie er betont: „Ich wurde im Vorfeld der JHV von einigen Mitgliedern angesprochen, die sich gewünscht haben, dass der Finanzsektor in vertrauten Händen bleibt. Aufgrund dessen habe ich meine Meinung korrigiert. Ich bin zuversichtlich, dass mit diesem Vorstand große Schritte für den Verband möglich sind. Alle haben angedeutet, dass sie engagiert sein werden. Wir müssen nun gemeinsam eine Aufgabenverteilung vornehmen, indem ich gerne wieder die Bereiche „Gewerberecht“ und „Sicherheitsdienstleistungsgesetz“ übernehmen würde. Trotz der herrschenden Aufbruchstimmung sollten wir die Leistung des bisherigen Präsidenten nicht vergessen. Ohne Klaus Bouillon wäre der BVMS bei Weitem nicht das, was er heute ist. Wir werden bemüht sein, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.“

Anders als in der Vergangenheit, scheint die von Wronker angemahnte nötige Aufgabenverteilung im neuen Vorstand bereits auf dem Weg; scheint sie sich aufgrund der persönlichen Neigung und intrinsischen Motivation der einzelnen Vorstandsmitglieder beinahe von selbst zu klären. So hat das jüngste Mitglied des Vorstandes, Pascal Böhm, beobachtet, dass jedes Vorstandsmitglied individuelle Fähigkeiten und Erfahrungen mitbringen würde. „Ich möchte daher einen regelmäßigen Austausch und die Zusammenarbeit an Projekten und Entscheidungen anstreben, um so den bestmöglichen Erfolg für den Verband und insbesondere seiner Mitglieder zu erzielen.“ Für ihn persönlich stehe etwa das Generieren von Benefits für die Mitglieder ganz oben auf der Agenda.

Mit einem Alter von 32 Jahren ist Pascal Böhm das jüngste Mitglied des BVMS-Vorstands.

Etwas generieren möchte Bernd Michael Schäfer, der sich freut, dass er „nach mehr als 25 Jahren in der Sicherheitswirtschaft nun im BVMS auch aktiv etwas bewegen kann“, ebenfalls. Und zwar neue Mitglieder. Schließlich sieht er diesbezüglich beinahe unbegrenzte Möglichkeiten, wie er betont: „Der BVMS sollte das Potential ausnutzen, das er hat: Mehr als 4.500 Unternehmen sind zurzeit in keinem der beiden großen Branchenverbände vertreten. Die meisten davon sind mittelständische Unternehmen und passen daher perfekt zum BVMS. Ich sehe meine Aufgabe darin, daran mitzuwirken, dass wir in den nächsten drei Jahren die Anzahl unserer Mitglieder verdoppeln. Mehr Mitglieder bedeutet mehr Beitragseinnahmen und damit mehr Möglichkeiten zum Aufbau einer stärkeren Personalstruktur im BVMS mit hauptberuflichen Vollzeitkräften, welche wiederum die Mitglieder mit Informationen versorgen und ihnen so helfen können, ihre Unternehmen erfolgreich zu führen.“

Nach über 25 Jahren als Versicherungsexperte in der privaten Sicherheit freut sich Bernd Schäfer nun auf die Herausforderungen im Verbandsvorstand.

Etwas zurückhaltender, weil noch relativ neu im Verband, äußerte sich Martin Braun. Der 41-Jährige hat allerdings bereits nach kurzer Zeit ein internes Kommunikationsproblem ausgemacht, dem er sich gerne widmen wolle, wie er erklärt: „Wir müssen das Netzwerk und die Kommunikation im Verband sowie den Dialog zwischen Vorstand und Mitgliedern weiter ausbauen und so das von den Vorgängern Geschaffene weiter mit Leben und neuem Elan füllen.“

Martin Braun überzeugte das Plenum der JHV bei seiner Bewerbungsrede für einen Vorstandsposten. Obwohl erst kurz Mitglied im BVMS, erhielt er die meisten Stimmen.