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Menschen in Uniform

7 Mai

Menschen in Uniform

Kampagnen-Start: „Polizei und Rettungskräfte. Für ein sicheres Deutschland“

Innenministerium will mehr Respekt für Einsatzkräfte

Berlin/Dortmund. Nichts sorgt derzeit für mehr Gesprächsstoff unter Polizisten, Feuerwehrleuten oder Sanitätern und Notärzten als das Thema Gewalt gegen Rettungskräfte. Es verstreicht kaum ein Tag, an dem es nicht in irgendeiner Stadt in Deutschland zu Pöbeleien oder körperlichen Angriffen gegen Rettungskräfte kommt. Und dabei reicht das Spektrum vom fehlenden Verständnis für notwendige Absperrungen, sinnlose Gewalt gegen Polizisten bei Demonstrationen oder im Fußball-Stadion oder dem stark alkoholisierten Patienten, der ausflippt, weil er nicht mehr in der Lage ist, zu erkennen, dass ihm eigentlich nur geholfen werden soll.

Betrunkener Jugendlicher verletzt Sanitäter schwer

Das jüngste, tragische Beispiel dafür stammt aus Dortmund: Am Abend des 1. Mai wollten Rettungskräfte der Feuerwehr am dortigen Hauptbahnhof einen hilflosen Jugendlichen im Rettungswagen versorgen. Der schlug plötzlich wild um sich, traf dabei einen der Sanitäter mehrfach im Gesicht und am Kopf. Dabei verletzte der alkoholisierte Jugendliche den Rettungsdienst-Mitarbeiter so schwer, dass dieser im Krankenhaus behandelt werden musste und am kommenden Tag nicht arbeiten konnte.

Auch der Politik ist die Problematik nicht entgangen. Daher hat das Bundesinnenministerium (BMI) am 7. Mai in Berlin die Kampagne „Polizei und Rettungskräfte. Für ein sicheres Deutschland“ gestartet. Deren Ziel soll es sein „sowohl den Respekt gegenüber den Polizei- und Rettungskräften als auch das Vertrauen in ihre Arbeit zu stärken“, heißt es in einer Pressemitteilung des BMI. Zudem solle die Kampagne dazu beitragen, den zunehmenden Übergriffen gegen Einsatzkräfte etwas entgegenzusetzen. Moderiert wurde der Kampagnen-Startschuss von TV-Entertainer Thomas Gottschalk. Der betonte, dass Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte unanständig und gemein sei, zudem der ganzen Gesellschaft schade.

Sicherheit und Stabilität unterstützen Heimat-Gefühl

Deutschland sei Heimat für über 83 Millionen Menschen, heißt es aus dem Innenministerium weiter. Wobei Heimat nicht nur ein Ort sei, sondern auch ein Gefühl, das durch erlebte Sicherheit und Stabilität entstehe. „Ein wichtiger Garant für dieses Gefühl sind die Polizei und Rettungskräfte dieses Landes“, lautet es in der schriftlichen Mitteilung.

Entsprechend der Relevanz des Themas fällt die Kampagne auch üppig aus: So gibt es neben einer eigenen Webseite einen 120 Sekunden dauernden Imagefilm fürs Netz, dazu zwei TV-Spots und mehrere kürzere Social-Media-Filme. Darin werfen die Produzenten einen Blick hinter die Uniformen der 1,7 Millionen Polizisten, Feuerwehrleute, THW-Helfer, medizinischen Rettungskräfte und Bundeskriminalbeamte, um der Bevölkerung deren vielfältigen Leistungen zu demonstrieren. Das Besondere: Alle in den Filmen zu sehenden  Protagonisten sind echte Einsatzkräfte der Bundespolizei, des THW, der Berliner Feuerwehr, des BKA sowie der Johanniter.

Informationen auf der rationalen und emotionalen Ebene

Informiert würden die interessierten Bürger mit der Kampagne auf zwei Ebenen: Auf der rationalen Ebene liefert sie Fakten und Zahlen zu den verschiedenen Einsatzkräften. Es werden Fragen beantworte wie: „Wie schnell ist die Feuerwehr einsatzbereit? oder Wie viele Ehrenamtliche unterstützen das THW mit all ihrer Kraft?

Außerdem wird auch die emotionale Ebene beleuchtet: So berichten Einsatzkräfte, was sie motiviert, jeden Tag ihrer nicht selten gefährlichen Arbeit nachzugehen: Der Zuschauer erfährt, was einen Feuerwehrmann dazu bringt, sich trotz der großen Gefahr, einem Feuer entgegen zu stellen oder warum medizinische Rettungskräfte freiwillig an der Schwelle zwischen Leben und Tod arbeiten.

Mehr Infos im Netz unter sicherheit.bund.de