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Sorgen private Sicherheitsunternehmen bald auf Wochenmärkten für Ordnung?

8 Apr

Sorgen private Sicherheitsunternehmen bald auf Wochenmärkten für Ordnung?

DORTMUND. Statt ihren Einkauf bei Lidl, Aldi oder Rewe zu erledigen, bevorzugen viele Menschen in Zeiten von Corona den Besuch eines Wochenmarktes, um Lebensmittel zu erwerben. Sie hoffen, dort einer geringeren Ansteckungsgefahr ausgesetzt zu sein. Das hat die Deutsche Marktgilde beobachtet, wie ihr Vorstandsassistent, Ingo Johnson, der Deutschen Presseagentur mitteilte.

Geringere Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr

Die Marktgilde, Organisator von Wochenmärkten, hat mehrere Gründe für den Anstieg ausgemacht. Zum einen sei der Wochenmarkt eine Einkaufsmöglichkeit unter freiem Himmel und daher mit wenig Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr verbunden. Zum anderen würden sich die Menschen auf einem Wochenmarkt mehr verteilen als im Supermarkt.

Dass gerade letztere Einschätzung nicht unbedingt der Realität entspricht, hat der Wochenmarkt in Dortmund am Samstag (5.4.) gezeigt. Denn dort drubbelte es sich bei supersonnigem Wetter extrem, sodass die empfohlenen Sicherheitsabstände häufig nicht eingehalten wurden. Niels Schulte, Sprecher der Dortmunder Marktbeschicker, betonte gegenüber den Ruhr Nachrichten, dass man daher den Wochenmarkt im Dortmunder Zentrum künftig räumlich deutlich entzerren wolle, um diesem Problem Herr zu werden.

Security soll Personen bei Überfüllung zurückweisen

Doch das werde nicht die einzige Maßnahme bleiben, um eine Ausbreitung des Coronavirus auf dem Dortmunder Wochenmarkt zu verhindern. So sollen neben einer anderen Anordnung der Stände und das Anbringen von Warnhinweisen vor allem private Sicherheitsdienstleister die Sicherheit der Marktbesucher garantieren. So werde ein Security-Dienst die Einhaltung der Vorschriften auf dem Markt kontrollieren und bei Überfüllung – ähnlich wie bei vielen Discountern bereits üblich –auch Personen zurückweisen.

Besonders im Hinblick auf die sich deutlich verbessernde Wetterlage könnte sich so ein lukratives Betätigungsfeld für die private Sicherheitsbranche auftun. Sollte nämlich das Dortmunder Modell Schule machen, könnte sich bei bundesweit tausender Wochenmärkten eine respektable Auftragsgröße ergeben.