E-Mail info@bvms.net
Telefon 0800 - 33 10 230
Sie erreichen uns in der Zeit von Mo. - Fr. 9.00 - 17.00 Uhr
LOGIN Mitgliederportal

Coredinate erregt internationale Aufmerksamkeit

4 Okt

Coredinate erregt internationale Aufmerksamkeit

UFFENHEIM. Das Software-Unternehmen Coredinate hat sich eine führende Rolle am deutschsprachigen Markt erarbeitet. Nun wird dieser Anzug zu eng. In der jüngeren Vergangenheit gab es bereits Bestrebungen des Unternehmens aus dem fränkischen Uffenheim die Tentakel auch auf andere Märkte auszustrecken. Die Auszeichnung eines international renommierten Netzwerkes könnte diesen Vorgang jetzt beschleunigen. Im Interview mit dem BVMS erklärt Coredinate Geschäftsführer Michael Kulig was diese Auszeichnung für das Unternehmen bedeutet, welchen Stellenwert Software „Made in Germany“ hat und wie er zu dem Thema Standort-Treue steht.

Bereits im Jahr 2018 haben Sie den Sprung auf die internationale Bühne gewagt. Auf Messen in London und Paris waren Sie vertreten. Nun, nur knapp ein Jahr später ist sogar das German Center for Research and Innovation New York (DWIH) auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden. Ist das so etwas wie der Ritterschlag?
Michael Kulig: Definitiv ist dies eine besondere Auszeichnung. Das DWIH ist bei einer Online-Recherche auf uns aufmerksam geworden. Es ist eine Bestätigung für uns, dass sich die Marke Coredinate sehr gut entwickelt hat, auch international.

Worin liegt die Besonderheit von Coredinate, welche Leistungsmerkmale hat das DWIH aufmerksam werden lassen?
Michael Kulig: Man sagt unserer Lösung eine besonders intuitive Bedienung nach, was ich als wichtigste Eigenschaft einer Software erachte. Einkauf oder Geschäftsführung mögen noch so verliebt in eine Anwendung sein – wenn sie der „kleine Sicherheitsmitarbeiter“ ablehnt, scheitert eine Einführung. Bei Coredinate erleben wir, dass sich die Benutzer regelrecht auf eine Einführung freuen.
Das DWIH hat Coredinate jedoch eine weitergehende Bedeutung zukommen lassen. Dort wurde die Innovationskraft unseres Systems für eine gesamte Branche sowie für den Technologie-Standort erkannt. Mit Coredinate formen wir das Wächterkontrollsystem zu einem echten Assistenzsystem.

In Deutschland sind Sie mit Ihrem Wächterkontrollsystem bereits der Platzhirsch. Wollen Sie mittelfristig europa- oder gar weltweit eine ähnliche Rolle einnehmen?
Michael Kulig: Ich denke diesen Wunsch hegt jedes Unternehmen und Coredinate bildet hier keine Ausnahme. Es wäre aber vermessen zu glauben, es gäbe im Ausland keine ernstzunehmende Konkurrenz. Es gibt zwar einige Abläufe, die wir nach unserer Einschätzung mit Coredinate oft besser lösen, aber die Marktbegleiter im Ausland haben zumindest auf ihrem Heimatmarkt natürlich einen Zeitvorteil

International herrschen wahrscheinlich andere Markt-Gesetze als national. Worin sehen Sie diesbezüglich die Herausforderungen?
Michael Kulig: Wir konnten die positive Erfahrung machen, dass einem das Siegel „Made in Germany“ auch bei Software hilft. Insbesondere die strengen deutschen Datenschutzvorschriften, die wir mit unseren ausschließlich deutschen Serverstandorten einhalten, kommen sehr gut an. Trotzdem kommt es natürlich hin und wieder vor, dass der potentielle Kunde lieber „national“ kauft. Coredinate ist nun mal ein deutsches Produkt – in diesem Falle können wir dann wenig machen.

Werden auch Ihre deutschen Kunden von Ihrem Bestreben profitieren, international Fuß zu fassen?
Michael Kulig: Auf jeden Fall, denn es ist auch in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz, Anm. d. Red.) längst nicht mehr gesagt, dass der Benutzer Coredinate nur auf Deutsch bedient. Coredinate beherrscht neben Deutsch jetzt schon Englisch, Französisch, Türkisch und Polnisch. All diese sprachen haben wir aufgrund der Anforderungen deutscher Kunden implementiert.

Auf Ihrer Homepage betonen Sie ja ein deutsches Unternehmen zu sein, das zu seinem Standort steht. Also selbst wenn Sie zu einem Global-Player heranreifen würden, das beschauliche Uffenheim wird stets Standort der Firmenzentrale bleiben?
Michael Kulig: (Lacht) Das wäre zumindest so lange wie möglich das Ziel. Die Verbundenheit zum Standort ist für uns eine Stärke, denn sie hilft uns dabei das Profil im internationalen Umfeld zu schärfen. Ich habe diesen Run auf „Boomtowns“ nie verstanden. Startups und Hightech-Unternehmen überbieten sich gegenseitig bei Abwerbeversuchen der viel zu knappen Fachkräfte und auch abseits von Gehaltsdiskussionen ist das Leben dort teuer. Aber das muss jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden. Wir fühlen uns hier in der fränkischen Provinz sehr wohl – und man sollte es kaum glauben: studierte Informatiker findet man selbst hier.

Das sind die DWIH:
Die Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser (DWIH) sind ein Zusammenschluss deutscher Wissenschaftsorganisationen, Hochschulen und der forschenden Wirtschaft. An fünf Standorten weltweit ermöglichen die DWIH einen gemeinsamen Auftritt deutscher Innovationsträger, bieten ein Schaufenster für die Leistungsfähigkeit deutscher Forschung und vernetzen diese mit Kooperationspartnern vor Ort.
www.dwih-netzwerk.de