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Eigener BVMS-Tarifvertrag soll kommen

5 Aug

Eigener BVMS-Tarifvertrag soll kommen

Kommission trifft sich zur konstituierenden Sitzung

Dortmund/Kassel. In der Vereins-Satzung heißt es in Paragraf 3, Punkt 4c „der Zweck des BVMS wird insbesondere verwirklicht durch die Schaffung eines einheitlichen Tarifvertrages, mit dem allgemeinen wirtschaftlichen Interesse, eine angemessene Vergütung für das Sicherheitsgewerbe zu erreichen.“

Da die aktuell geltenden Tarifmodelle von BDSW und ver.di (Foto) jedoch weit davon entfernt sind, diesem BVMS-Anspruch gerecht zu werden, macht sich der Verband nun auf zu neuen Ufern. Schon bei seinem Amtsantritt sah es BVMS-Präsident Klaus Bouillon als seine wichtigste Aufgabe an, diesen Punkt der Satzung zeitnah umzusetzen. „Wir brauchen diesen Tarifvertrag, wir wollen diesen Tarifvertrag und wir werden ihn auch bekommen diesen Tarifvertrag“, zeigt er sich überzeugt und kämpferisch.

Ein eigener Tarifvertrag

Da BDSW und ver.di vor der Tarifkommission des NRW-Arbeitsministeriums in Düsseldorf betont hatten, den BVMS auch auf Sicht nicht an den Tarifverhandlungen teilhaben zu lassen, fasste Klaus Bouillon gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen einen weitreichenden Entschluss, durch den ein echter Quantensprung möglich wird: „Wenn wir nicht mit an den Verhandlungstisch eingeladen werden, müssen wir halt eine andere Lösung anstreben und einen eigenen Tarifvertrag entwickeln“, so der Präsident.

Den allerersten Schritt dazu haben die Verbandsmitglieder auf der Jahreshauptversammlung in München Ende Juni gemacht: Sieben Mitglieder brannten förmlich darauf, an der Entwicklung eines entsprechenden Entwurfes mitzuarbeiten, Teil der künftigen Tarifkommission zu werden. Zu deren konstituierende Sitzung werden die BVMS-Mitglieder Hendrik Rutz, Johannes Mehlhorn, Jonathan Jaime Klein, Sascha Lipka, Carsten Bucko, Jürgen Burkhard und Klaus Bouillon am Dienstag (13. August) in Kassel zusammenkommen. „Formal gilt es nur den Vorsitz zu klären, danach können wir uns sofort in die Arbeit stürzen“, blickt Klaus Bouillon voraus.

Mitglieder werden per Umfrage beteiligt

Schon im Vorfeld gab es einige Gespräche, bei denen Ideen gesammelt wurden: „Wir wollen natürlich nicht über die Köpfe der anderen Mitglieder hinweg entscheiden und daher eine Umfrage auf den Weg bringen, in der wir Ideen und Wünsche für das Papier abfragen“, so Klaus Bouillon.

Im Zentrum des Vertragsentwurfs werden aber auf jeden Fall bundeseinheitliche Tarife sowie bundeseinheitliche Zuschlagsstunden stehen. „Die Frage wie die ausgestaltet sein müssten, wird wahrscheinlich die Sitzung in Kassel dominieren“, vermutet Klaus Bouillon.