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Energiepreise: BVMS fordert Steuersenkungen

14 Mrz

Energiepreise: BVMS fordert Steuersenkungen

Dortmund. Die Energiepreise explodieren förmlich. Derzeit liegen die Preise für einen Liter Superbenzin durchschnittlich bei rund 2,20 Euro (Stand Montag 14.3.). Vor allem für Pendler aber auch viele Unternehmen sind die daraus resultierenden finanziellen Belastungen kaum noch zu stemmen.

Benzinpreisbremse muss kommen

Der BVMS fordert daher die Bundesregierung auf, die Verbraucher in dieser schwierigen Lage zu entlasten. „Wir verlangen eine sofortige Absenkung der Mehrwertsteuer für Benzin, Heizöl, Strom und Gas von 19 auf 7 Prozent“, betonen die BVMS-Vizepräsidenten, Michael Wronker (Foto l.) und Lars Müller (Foto 2 v.l.). Zwar würden durch diese Maßnahme die Unternehmen nur mittelbar profitieren, allerdings wäre es ihrer Meinung nach das richtige Zeichen an die Bürgerinnen und Bürger, so die beiden.

Die Senkung der Mehrwertsteuer könne ihrer Ansicht nach jedoch nur ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Denn glaubt man erfahrenen Rohstoffanalysten sind Preise von 2,50 oder gar 3 Euro pro Liter Super in naher Zukunft durchaus vorstellbar. „Daher würde eine Senkung der Energiesteuer – beispielsweise um etwa 50 Prozent – schon etwas bringen“ ist Michael Wronker überzeugt. „Bei den aktuellen Spritpreisen wären das rund 23 Cent je Liter“, rechnet Wronker vor.

Energie einsparen

Um Energie einzusparen, könne man durchaus auch über autofreie Sonntage und ein vorrübergehendes Tempolimit wie in den 1970er Jahren nachdenken, findet der BVMS-Vize. Allerdings fordert er Sonderregelungen für Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind: „Natürlich müssen Erwerbstätige zur Arbeit kommen. Auch sonntags. Das muss sichergestellt sein“, so Wronker in diesem Kontext.

Politik reagiert zögerlich

Bislang will die politische Führungsriege wenig wissen von einer Energiepreisbremse. Zwar sollen die Bürger über „ein neues Maßnahmenpaket entlasten werden“, sagte Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck gegenüber der Nachrichtenagentur dpa am 14. März in Berlin. Wie das im Detail aussehen soll, ließ er allerdings offen. Er betonte nur, dass es seiner Ansicht nach bei Strom, Wärme und Mobilität Erleichterung geben müsse.

Einen langwierigen politischen Entscheidungsprozess könnten jedoch viele Bürger wahrscheinlich wirtschaftlich gar nicht durchhalten, daher sehen Michael Wronker und Lars Müller auch die Notwendigkeit den öffentlichen Druck auf die Politik weiter hochzuhalten und fordern eine sofortige Steuersenkung: „Denn das ist der schnellste und unbürokratischste Weg die Menschen zu entlasten“, sind die beiden überzeugt.