E-Mail info@bvms.net
Telefon 0800 - 33 10 230
Sie erreichen uns in der Zeit von Mo. - Fr. 9.00 - 17.00 Uhr

Smartphones für 20 000 NRW-Polizisten

9 Sep

Smartphones für 20 000 NRW-Polizisten

Land investiert in zwei Jahren 23 Millionen Euro

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Polizei wird von heute an (9. September 2019) flächendeckend mit 20 000 Smartphones ausgestattet. Jeder operativ arbeitende Polizist im Land habe dann Zugang zu einem Gerät und den dazu gehörigen extra entwickelten Apps, heißt es in einer Pressemitteilung vom Innenministerium. „Wir entlasten die Polizistinnen und Polizisten, damit sie mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit haben: für Sicherheit und Ordnung sorgen,“ sagte Minister Herbert Reul in Düsseldorf bei der Übergabe der ersten Geräte. Ziel sei es, bis zum Frühjahr 2020 alle Behörden mit Smartphones auszurüsten.

Drei polizei-spezifische Apps installiert

Zunächst stehen den Beamten drei polizei-spezifische Programme zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen Messenger zur Kommunikation untereinander, um eine Auskunftsapp, die einen Abgleich mit dem polizeilichen Datenbestand ermöglicht und einen Dokumentenscanner zum Einlesen von Personalausweisen, Führerscheinen oder Kfz-Kennzeichen.

Außerdem stehen den Beamten diverse weitere Apps, wie Email, Presseportal oder die Warnapp NiNA zur Verfügung. Als nächstes sollen die vollständige, digitale Aufnahme leichter Verkehrsunfälle und die Identifizierung von Personen durch ihren Fingerabdruck möglich gemacht werden. „Die Möglichkeiten für die Polizeiarbeit sind groß. Das sind echte Chancen, die wir nun nutzen können und müssen. Tatsächlich sind wir hier nun die am besten ausgestattete Polizei in Deutschland“, so Reul.

Großer Wert auf Datenschutz

Insgesamt investiert die Landesregierung dieses Jahr zehn Millionen und dann in jedem Folgejahr weitere 13 Millionen Euro für den Betrieb der Infrastruktur, die Datenverträge und die Wartung der Smartphones. Besonders großen Wert wurde auf den Datenschutz gelegt: Hier wurden eine Vielzahl an Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Die Datenübertragung der Smartphones erfolgt verschlüsselt, und eine Speicherung findet ausschließlich auf speziell geschützten Servern der nordrhein-westfälischen Polizei statt. „Wir wollen, dass unsere Polizistinnen und Polizisten technisch bestmöglich unterstützt werden“, sagte der Minister.